Maximale Wochenarbeitszeit
Die maximale Wochenarbeitszeit ist ein zentraler Parameter in chronapp, der sicherstellt, dass gesetzliche und betriebliche Arbeitszeitregelungen eingehalten werden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie diese berechnet wird und welche Zeitklassen dabei eine Rolle spielen.
Definition und Abgrenzung
Abschnitt betitelt „Definition und Abgrenzung“In chronapp wird zwischen verschiedenen Arten von Zeitguthaben unterschieden. Es ist wichtig, die Begriffe Gleitzeit, Mehrarbeit und Überzeit korrekt voneinander abzugrenzen:
Gleitzeit (Sollstunden vs. Ist-Stunden)
Abschnitt betitelt „Gleitzeit (Sollstunden vs. Ist-Stunden)“Gleitzeit entsteht, wenn die tatsächlich geleistete Arbeitszeit (Ist-Zeit) von der vertraglich vereinbarten Sollarbeitszeit abweicht.
- Gleitzeit-Plus: Es wurde mehr gearbeitet als die Sollarbeitszeit vorsieht.
- Gleitzeit-Minus: Es wurde weniger gearbeitet als die Sollarbeitszeit vorsieht. Gleitzeit bewegt sich im Rahmen der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit.
Mehrarbeit (Überstunden)
Abschnitt betitelt „Mehrarbeit (Überstunden)“Mehrarbeit (oft auch als Überstunden bezeichnet) ist die Arbeitszeit, die über die vereinbarte Sollarbeitszeit hinausgeht, aber noch unterhalb der gesetzlichen Höchstarbeitszeit (maximale Wochenarbeitszeit) liegt. In chronapp können diese Stunden in ein separates Überstunden-Kontingent überführt werden, sofern dies im Arbeitsprofil so konfiguriert ist.
Überzeit
Abschnitt betitelt „Überzeit“Überzeit ist die Arbeitszeit, welche die gesetzliche maximale Wochenarbeitszeit überschreitet. In der Schweiz liegt diese je nach Branche bei 45 oder 50 Stunden pro Woche.
- Überzeit ist gesetzlich strenger reguliert als Mehrarbeit.
- Ab einer gewissen Anzahl Stunden pro Jahr muss Überzeit zwingend mit einem Lohnzuschlag (i.d.R. 25%) vergütet oder mit Freizeit ausgeglichen werden.
Berechnung der maximalen Wochenarbeitszeit in chronapp
Abschnitt betitelt „Berechnung der maximalen Wochenarbeitszeit in chronapp“chronapp berechnet die maximale Wochenarbeitszeit basierend auf den Einstellungen im Arbeitsprofil des Mitarbeiters.
Automatische Umwandlung
Abschnitt betitelt „Automatische Umwandlung“Wenn ein Mitarbeiter die Auto-Zeitklasse verwendet, erkennt chronapp automatisch, wann die maximale Wochenarbeitszeit erreicht ist:
- Normalzeit: Stunden bis zur Erreichung der Sollarbeitszeit.
- Mehrarbeit / Überstunden: Stunden oberhalb der Sollarbeitszeit bis zur maximalen Wochenarbeitszeit.
- Überzeit: Alle Stunden, die über die definierte maximale Wochenarbeitszeit hinausgehen.
Beispiel
Abschnitt betitelt „Beispiel“- Sollarbeitszeit: 40 Stunden/Woche
- Maximale Wochenarbeitszeit: 45 Stunden/Woche
- Gearbeitet: 47 Stunden
- Resultat: 40h Normalzeit, 5h Mehrarbeit, 2h Überzeit.
Reduktion durch Feiertage
Abschnitt betitelt „Reduktion durch Feiertage“Ein besonderes Merkmal von chronapp ist die automatische Reduktion der maximalen Wochenarbeitszeit an Feiertagen.
Fällt ein Feiertag auf einen Arbeitstag, reduziert sich nicht nur die Sollarbeitszeit des Mitarbeiters, sondern proportional dazu auch die Grenze für die Überzeit (die maximale Wochenarbeitszeit).
Warum wird reduziert?
Abschnitt betitelt „Warum wird reduziert?“Damit die gesetzlichen Grenzwerte korrekt angewendet werden, muss die Arbeitswoche um den Anteil des Feiertags gekürzt werden. Ein Mitarbeiter soll nicht “bestraft” werden, indem er an den verbleibenden 4 Tagen der Woche mehr arbeiten muss, um die gleiche Überzeit-Schwelle zu erreichen wie in einer vollen 5-Tage-Woche.
Berechnungslogik
Abschnitt betitelt „Berechnungslogik“Die Reduktion erfolgt anteilsmässig basierend auf dem Beschäftigungsgrad und den hinterlegten Feiertagskalendern:
- Ganzer Feiertag: Die maximale Wochenarbeitszeit für diese Woche wird um 1/5 (bei einer 5-Tage-Woche) reduziert.
- Beispiel: Bei einer max. Wochenarbeitszeit von 45h und einem Feiertag am Donnerstag reduziert sich die Schwelle für diese Woche auf 36 Stunden (45h - 9h). Alles, was über 36 Stunden gearbeitet wird, zählt in dieser Woche bereits als Überzeit.
Dies stellt sicher, dass die Berechnung der Überzeit stets fair und gesetzeskonform bleibt, unabhängig davon, wie viele Feiertage in eine Woche fallen.